Der kürzlich von Kaspersky entdeckte SMS-Trojaner für Android ließ vielen Anlass zur Sorge. Die Trojaner Applikation teilt dem Benutzer eines infizierten Android Smartphones mit, dass die Anwendung versuche den Zugriff für die Video-Bibliothek zu erlangen. Jedoch sendet während dieser Zeit das Handy SMS an russische Premium-Nummern.Doch der Sicherheitsexperte Jon Oberheide bezweifelt nun, dass der Trojaner sehr gefährlich ist. Als Gründe nannte er, dass die russischen Premium-Nummern auch nur über Sim-Karten russischer Anbieter erreicht werden könne. Das liege daran, dass für die Premium-Nummern Shortcuts verwendet würden. Desweiteren müsse eine Person den Trojaner gezielt herunterladen und selber installieren, da er nirgendwo im offiziellen Android Market downloadbar sei. Das liegt daran, dass die Hersteller einer Applikation aus dem offiziellen Market gezwungen sind die Kunden darüber zu informieren, auf welche Dateien die Applikation zugreift.
Oberheide wies daraufhin, dass viele Antivirenprogramm Hersteller gezielt die Aufmerksamkeit auf solche Trojaner richte, um für die eigenen Produkte bessere Verkaufszahlen zu erreichen. Kaspersky plant bspw. selber ein Antivirenprogramm für 2011 auf den offiziellen Android Market zu bringen. Weiter sagte er, dass solche Applikationen von Viren-Programmierern häufig für Handys geschrieben würden. Das liege daran, dass die Trojaner sehr leicht umzusetzen wären. Folglich seien solche Anwendungen keine besonders gefährlichen Trojaner.