Bargeldlos zahlen ist für viele heute eine Selbstverständlichkeit. Nun will Google mit Smartphones den kleinen Plastikkärtchen Konkurrenz machen.
Die nächste Android-Version 2.3 Gingerbread soll laut Google-Chef Eric Schmidt NFC unterstützen. NFC steht für Near Field Communication: Ein im Gerät eingebauter Chip nimmt aus ganz geringer Entfernung Kontakt zu einem Empfangsgerät auf und kann so eine Transaktion auslösen. Die Technologie ist nicht neu, Nokia hat solch einen Chip schon vor Jahren in Handy eingebaut. Jedoch wurde NFC bislang nur sehr spärlich eingesetzt, z.B. am Fahrkartenautomaten.
Das könnte sich in Zukunft ändern, beispielsweise mit den neuen Personalausweisen, die seit 1. November erhältlich und mit einem NFC-Chip ausgestattet sind. Auch Googles Marktmacht könnte ein Übriges dafür tun, um diese Technologie weiter zu verbreiten und ihre Möglichkeiten besser auszuschöpfen.
Eric Schmidt nannte das Bezahlen per Handy „tap and pay“, „draufklicken und bezahlen“. Das Smartphone mit NFC-Chip wird im Laden an der Kasse an einen Scanner gehalten und die Transaktion wird ausgelöst. Wie Schmidt auf dem Web 2.0 Summit in San Francisco sagte, sei dieses Bezahlsystem sicherer als Kreditkarten.
Google wolle sich nur als Technologie-Lieferant einbringen und nicht als Zahlungsdienstleister auftreten. Das Zahlen per Handy ist bisher vor allem in Entwicklungsländern mit einem weniger dichten Bankensystem beliebt.