Schädliche Apps: Über 50 Anwendungen aus Android Market entfernt –

Die Welt ist schlecht und der Android Market ein gefährliches Pflaster! Google hat über 50 Apps aus dem Market entfernt, da diese mit schädlichen Trojanern infiziert waren. Bei den infizierten Apps handelt es sich um Kopien von Anwendungen, die aus dem Market genommen, mit der DroidDream-Malware versehen und wieder in den Market gestellt wurden. Hinter so harmlosen Namen wie Photo Editor, Super Ringtone Maker oder Chess getarnt fallen diese zunächst gar nicht auf.

Enttarnt wurden sie von Android Police, einer Website, die sich unter anderem auf die Fahnen geschrieben hat, vor solchen Gefahren zu warnen. Die Malware DroidDream sammelt auf den befallenen Geräten Informationen wie User-ID, Produkt-ID, Hardware-Modell, Provider, Sprache und  Land. Dazu kommt, dass DroidDream sich einen Fehler im Android-System zu Nutze macht und so an die Root-Rechte gelangt. Dadurch kann die Malware weiteren schädlichen Code herunterladen, ohne dass der Nutzer etwas davon mitbekommt.

Smartphone genau auf Schadsoftware untersuchen

Google hat die betroffenen Anwendungen zwar aus dem Market genommen, jedoch sollen bis zu 200.000 Nutzer die infizierten Apps bereits heruntergeladen haben. Darum sollten Android-Nutzer ihr Smartphone nach den schädlichen Anwendungen zu durchsuchen. Eine Liste der betroffenen Apps gibt es auf der Website von Android Police.

Was tun, wenn das Smartphone mit dem Trojaner infiziert ist?

Die Experten vom Tech-Blog Mashable raten Smartphone-Besitzern, deren Telefon von DroidDream befallen ist, beim Provider ein neues Smartphone anzufordern. Denn man kann nie sicher sein, ob nach dem Entfernen der schädlichen Apps nicht doch noch Reste zurückbleiben und was diese anstellen können. Aufgrund der manchmal sehr heiklen Daten, die man auf dem Smartphone eingibt, sei höchste Vorsicht geboten, so Mashable.

Die schädlichen Apps wurden unter den Pseudonymen Kingmall2010, we20090202 und Myournet im Android Market veröffentlicht. Bislang sind nur die Produktseiten des kriminellen Entwicklers gelöscht sowie die Apps aus dem Android Market genommen. Ob Google von der Möglichkeit Gebrauch macht, alle schadhaften Anwendungen per Fernsteuerung von den Smartphones der Nutzer zu entfernen, ist noch unklar. Da dies ohne Einverständnis und Wissen der Betroffenen passiert, ist es eine heikle Sache. Außerdem kann trotzdem nicht sichergestellt werden, dass wirklich alle schadhaften Dateien restlos von den befallenen Smartphones entfernt werden.

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