Google hat in Hong Kong die neueste Version von Android vorgestellt. Android 4.0, das auf den leckeren Codenamen Ice Cream Sandwich hört, bringt einige interessante Features mit und hat optisch einen Neuanstrich verpasst bekommen.
Android 4.0 braucht sich vor Apples iOS 5 nicht zu fürchten. Denn auch Googles Version eines mobilen Betriebssystems kann eine ganze Menge und hat viele Neuerungen erfahren, die für mehr Nutzerfreundlichkeit sorgen. Verbessert wurden unter anderem Multitasking, die Widgets, der Android-Browser sowie die Text- und Spracherkennung.
Neu ist beispielsweise Face Unlock, dank dessen man das Smartphone per Gesichtserkennung entsperren kann. Der Lockscreen hat überhaupt ein paar neue Features erhalten. So kann man unter ICS Fotos knipsen, ohne vorher das Smartphone entsperren zu müssen. Außerdem lässt sich auch ein Anruf in Abwesenheit mit einer SMS beantworten, ohne vorher den Screen zu entsperren.
Auch neu ist Android Beam, eine Funktion zum schnellen und einfachen Teilen von Google Maps Karten, Apps, Fotos etc. Dazu benötigt man zwei Smartphones mit Android 4.0 und NFC-Chip, über den der Datenaustausch vonstattengeht. Die Smartphones werden dazu einfach nebeneinander gehalten.
Die People App ist bei Ice Cream Sandwich neu hinzugekommen. Sie listet alle Kontakte mit Kontaktdaten und Bild und gibt dem Nutzer einen Überblick über die letzten Aktivitäten der Kontakte bei Facebook, Twitter und anderen sozialen Netzwerken.
Komplett überarbeitet wurde die Nutzeroberfläche. Der Homescreen hat einige Optimierungen erfahren, beispielsweise in der Größe anpassbare Widgets. Außerdem lassen sich Ordner auf den Homescreens anlegen, in die man Dokumente, Kontakte und Apps packen kann – ein von vielen heiß ersehntes Feature. Ebenfalls überarbeitet wurden Bildschirmtastatur, Notfication Bar und Scroll Animationen im Menü.
Android 4.0 beinhaltet eine Funktion zur Überwachung des Datenvolumens. Screenshots können ohne zusätzliche App und auch mit nicht gerooteten Geräten angefertigt werden. Auch das wird für Freude bei vielen Nutzern sorgen. Überarbeitet wurde auch die Kamera App, die etliche Filter und Effekte bekommen hat, sowie der Foto Editor, der ebenfalls mit neuen Filtern und Funktionen versehen wurde.
Auch der Android Browser hat einige Verbesserungen erfahren. Bookmarks lassen sich bequem zwischen verschiedenen Android Geräten und dem Desktop Browser Google Chrome synchronisieren. Eine Offline-Funktion ist beim Android Browser hinzukommen, außerdem kann man 16 Tabs gleichzeitig geöffnet haben.
Google hat bislang keine Angaben zu den Systemanforderungen von Android 4.0 Ice Cream Sandwich gemacht. Allerdings ließ Matias Duarte, der Director of Android Operation System User Experience verlauten, dass ICS auf allen Geräten zumindest theoretisch laufen sollte, auf denen bereits Android 2.3 Gingerbread läuft. Am Update für das Nexus S wird bereits gearbeitet. Das erste Smartphone, das mit Android 4.0 auf den Markt kommt, ist das Google Galaxy Nexus, das ebenfalls gestern in Hong Kong vorgestellt wurde.
Bild: Google/Android
Mit Ice Cream Sandwich hat Google eindeutig das fortschrittlichste OS auf dem Markt, da kommt selbst iOS 5 nicht mit. Die Neuerungen gefallen mir richtig gut, nur die Frage wie lange die Smartphone Hersteller mit ihren eigenen Oberflächen brauchen… das ist leider immer ein Nachteil das es so lange dauert.
Philipp, mir geht es ähnlich, ich bin auch recht angetan von ICS. Wie es sich dann in der Praxis schlägt, bleibt abzuwarten, aber da bin ich guter Dinge.
Die extrem lahme Update-Politik vieler Hersteller ist allerdings richtig nervig. Ich kann ja verstehen, dass die Hersteller ein möglichst perfektes OS für ihre Smartphones ausliefern wollen, aber wenn Hobby-Entwickler mit Custom ROMs um so viel schneller sind als die Hersteller, dann ist das peinlich.
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