My Country gehört in die Kategorie Aufbauspiele. Man startet mit einem fast leeren Spielfeld und hat die Aufgabe, daraus nach und nach eine Stadt zu bauen. Genau genommen ist es nicht nur eine Stadt, sondern ein Land, das man sich mit der Zeit aufbaut – aber das braucht natürlich seine Zeit.
Man startet mit ersten Gebäuden wie einer Taxi-Zentrale und einigen Wohnhäusern, die man alle nach und nach verbessern kann. Für Geschäftsgebäude wie die Unternehmenszentrale, die Süßwarenfabrik oder die schon erwähnte Taxizentral benötigt man natürlich auch das entsprechende Personal. Und das kann man nur einstellen, wenn man entsprechende Gegenstände zusammengesammelt hat. Die Gegenstände fallen beim Bau oder bei der Verbesserung von Gebäuden und beim Abschluss von Verträgen ab.
Denn wenn ein Gebäude steht (ausgenommen Wohnhäuser), muss man Verträge schließen um an die Kohle zu kommen, die man zum Bau weiterer Gebäude, Häuser etc. benötigt. Beim Abschluss von Verträgen bekommt man auf Erfahrungspunkte, um ins nächste Level aufzusteigen. Und natürlich benötigt man in einer Stadt auch Strom. Den bekommt man ganz umweltfreundlich aus Wind- und Solaranlagen, die natürlich auch gebaut werden müssen. Überhaupt ist der Umweltfaktor nicht ganz unwesentlich bei My Country. Man muss auch Grünflächen anbauen, Bäume und Parks, um weitere Landflächen zu erschließen. Neben der herkömmlichen Währung, die man durch das Erfüllen von Verträgen bekommt, gibt es auch noch eine Spezialwährung, die man für den Bau bestimmter Gebäude braucht oder mit der man fehlende Gegenstände für einen Arbeiter freischalten kann. Diese Spezialwährung muss man entweder kaufen oder sich hart erarbeiten – eine Einheit gibt’s für jeden Level-Aufstieg.
Um noch etwas mehr Abwechslung und auch eine Art Hilfestellung einzubauen, gibt es Aufgaben, die man erledigen muss, beispielsweise den Bau eines Krankenhauses oder eine bestimmte Anzahl Bäume pflanzen. Diese Aufgaben geben ebenfalls Erfahrungspunkte. Es ist nicht immer ganz einfach, diese Aufgaben zu erfüllen, denn um ein neues Gebäude zu öffnen braucht man eben oft die entsprechenden Arbeiter und für diese muss man erst einmal die benötigten Gegenstände zusammengesammelt haben. Das Spiel gibt aber immer Hinweise darauf, wie man an diese Gegenstände kommt – sonst wäre es wohl fast unmöglich.
Das Spiel My Country ist überaus komplex und sticht schon dadurch aus der Menge auf Aufbauspielen hervor. Diese Komplexität macht das Game auch interessant. Allerdings braucht man auch jede Menge Geduld, um Aufgaben abzuarbeiten. Etwas vereinfacht wird das Spiel, wenn man sich Spezialwährung kauft, aber irgendwie nimmt das auch ein bisschen die Spannung und die Freude über eine erledigte Aufgabe. Andererseits kann es auch ziemlich nervig werden, wenn man Gebäude baut, um an Gegenstände für einen Arbeiter zu kommen und bekommt die erforderlichen Sachen einfach nicht.
My Country ist kostenlos im Android Market erhältlich und finanziert sich über Werbung und den Kauf von Spezialwährung. Alles in allen ein tolles Spiel mit netter Grafik und tollem Spielaufbau. Es ist nichts für den kurzfristigen Spaß, sondern man muss schon ein bisschen überlegen, was man baut und wie man an den Aufbau der Stadt herangeht. Allerdings kann es manchmal etwas lästig werden wenn etliche Gebäude auf die fehlenden Arbeiter warten.
Bewertung: 4/5 Sterne
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