Das Motorola Razr im Test – Teil 2

Das Motorola Razr im Test – Teil 2

Im ersten Teil des Testberichts ging es um die Maße, die technische Ausstattung und Leistung sowie um die Kamera das Motorola Razr. Heute gibt’s noch einen Blick auf den Akku und die Software sowie das Fazit.

Motorola und der Akku

Während beispielsweise das Motorola Milestone nicht unbedingt mit einer tollen Akku-Laufzeit glänzen konnte, hat der amerikanische Hersteller beim Razr scheinbar wirklich daran gearbeitet. Bei normaler Nutzung hält der 1.780 mAh starke Akku auch mal zwei Tage durch, ohne dass das Smartphone ans Kabel gelegt werden muss. Das hat bislang noch kein anderes Smartphone geschafft. Ganz kleines Manko: Der Akku braucht relativ lange, bis er geladen ist. Aber damit kann man leben, wenn er dafür auch entsprechend länger hält. Außerdem ist der Akku nicht austauschbar. Da er jedoch relativ lange durchhält, ist das vielleicht nicht ganz so wichtig.

Software

Motorola hat dem Razr neben der hauseigenen Nutzeroberfläche Motoblur noch die eine oder andere nette Anwendung spendiert. Besonders praktisch: Die App Intelligente Aktionen. Sie dreht zum Beispiel bei schwachem Akku all den Dingen den Saft ab, die unnötig Akku benötigen. Natürlich ist das individuell anpassbar und man kann neben der Akkuschonung weitere intelligente Aktionen einstellen – beispielsweise das Smartphone von acht Uhr morgens bis 16 Uhr am Nachmittag stumm schalten oder dergleichen. Ebenfalls eine tolle Anwendung ist MotoCast. Damit werden Dateien wie Musik oder Bilder mit dem heimischen PC synchronisiert und man kann vom Motorola Razr aus per Streaming darauf zugreifen. So soll Speicherplatz auf dem Smartphone eingespart werden. Allerdings ist die Voraussetzung für das Streamen von Musik, Videos und Fotos dass der entsprechende Computer auch eingeschalten ist.

Der Rest in Kürze: Das Motorola Razr beherrscht natürlich WLAN HSDPA und Bluetooth. Es hat einen Micro-USB-Anschluss und einen Micro-HDMI-Ausgang. Um das Motorola Razr zu betreiben benötigt man eine Micro-SIM-Karte, also eine kleinere Karte als üblich (beim Provider nachfragen, falls man keine hat).

Fazit

Das Motorola Razr kann sich sehen lassen, auf der ganzen Linie. Es tut mir richtig leid, dass ich es wieder hergeben muss und ich tue es besonders schweren Herzens. Obwohl es mir persönlich etwas zu breit ist (kleine Hände, manchmal etwas schwierig beim Tippen), haben wir uns aneinander gewöhnt und das Razr löst bei mir ein echtes “Haben-Wollen-Gefühl” aus. Das Razr bietet ein erstklassiges Nutzererlebnis, und zwar durch die Bank. Es ist hervorragend verarbeitet, arbeitet schnell und sauber, hat einwandfrei funktionierende Software und zahlreiche Zusatzfeatures, die es zu einem überaus interessanten Gerät machen. Optisch passt es sicher eher in die Kategorie sportlich als in die Kategorie elegant, dennoch kann man dem Motorola Razr eine gewisse Eleganz nicht ganz absprechen. Gespannt sein darf man auf Android 4.0, das neue Betriebssystem wird das Motorola Razr sicherlich noch einen Tick besser machen.

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers von €549,- ist das Motorola Razr sicherlich kein Schnäppchen. Inzwischen ist es aber auch schon ein gutes Stück günstiger zu haben, ab ca. €450,-. Wer es mit einer Vertragsverlängerung oder einem Neuvertrag möchte, der bekommt das Razr derzeit bei der Deutschen Telekom und bei O2. Bei Vodafone soll es auch demnächst eintreffen, es steht schon auf der Liste der kommenden Smartphones.

Bewertung: 5/5 Sternen

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