Gameloft – das sind die Pläne für 2012

Gameloft – das sind die Pläne für 2012

Die Spieleschmiede Gameloft lud am 15. Februar 2012 zu einem Treffen mit Medienvertretern nach München. In ungezwungener Atmosphäre gaben Gregory Wintgens, PR-Manager und Jean-Baptiste Godinot, Regional Manager für Mittel- und Osteuropa einen Ausblick auf die Zukunft von Gameloft, sprachen über Fehler in der Vergangenheit und über neue Geschäftsmodelle.

Gameloft ist bekannt für hochkarätige Spiele wie beispielsweise Modern Combat 3, Dungeon Hunter (1-3) oder Let’s Golf. In der Vergangenheit hatte es jedoch teilweise sehr heftige Kritik vor allem von Seiten der Core Gamer gegeben. Diese hatten sich an den Freemium Games gestört, also an Spielen, die kostenlos heruntergeladen werden können. Im Laufe eines solchen Spiels muss man jedoch für In App Käufe bezahlen, manchmal auch, um das Spiel überhaupt fertigspielen zu können.

Core Gamer vr. Casual Gamer

Das sind die Core Gamer nicht gewöhnt. Sie zahlen lieber zu Anfang einen höheren Preis und können dann aber komplett durchspielen, ohne sich mit Zusatz-Käufen aufhalten zu müssen. Auf der anderen Seite stehen die Gelegenheitsspieler, die Gameloft als neue Zielgruppe weiter erschließen will und die mit Titel wie Green Farm bedient werden sollen.

Diese beiden Zielgruppen könnten unterschiedlicher nicht sein. Daher setzt Gameloft in Zukunft auf vier verschiedene Kategorien bei den Bezahl-Modellen:

  • Casual Games für €0,79 (z.B. Bloack Breaker)
  • Freemium Casual Games (z.B. Fishing Kings Free+)
  • Freemium Core Gamer (z.B. Six Guns)
  • Paymium Games (z.B. Modern Combat 3)

Während mit den ersten beiden Kategorien die Gelegenheitsspieler angesprochen werden sollen, richten sich die letzten an die Core Gamer, die ursprüngliche Gameloft Community. Paymium Games sollen in Zukunft die Premium Games ersetzen. Das sind Spiele, für die der Gameloft-typische Preis von €5,49 fällig wird. Die Spieler können dann im Laufe des Spiels durch In App Käufe beispielsweise neue Multiplayer Maps freischalten. Es bleibt aber jedem selbst überlassen, ob man weiteres Geld ausgeben möchte oder nicht. Ein Vorteil gegenüber denen, die ohne In App Käufe spielen, entsteht laut Gameloft nicht. Premium Spiele wie wir sie bisher von Gameloft kennen, soll es 2012 nicht geben, sondern nur die vier oben erwähnten Modelle. Das Paymium-Modell ersetzt Premium dabei. Bei genauem Hinsehen ist der Unterschied jetzt auch nicht so groß, denn wenn In App Käufe bei Paymium Games nicht zwingend nötig sind, wird auch der Spielfluss dadurch nicht gestört.

Klare Trennung von Zielgruppen – neue Community

Für Gameloft geht es also in der nahen Zukunft darum, beide Zielgruppen zu bedienen, ohne eine davon zu verprellen. Dafür hat man sich auch noch etwas einfallen lassen: Derzeit ist eine neue Community in Arbeit, die die Casual Gamer ansprechen soll, sodass sich die Core Gamer nicht gestört fühlen, wenn sie beispielsweise bei Facebook zu viele Meldungen über Spiele bekommen, die sie eigentlich gar nicht interessieren.

Deutliche Kommunikation soll Missverständnisse verhindern

Darüber hinaus will Gameloft in Zukunft für eine besonders transparente Kommunikation sorgen. Es soll von vornherein klar kommuniziert werden, welche Zielgruppe ein neues Spiel anspricht, die Core Gamer oder die Casual Gamer. So will man Ärgernisse und Aufregung vermeiden. Eine gute Idee, finden wir – vorausgesetzt, sie wird entsprechend umgesetzt. Mit Hilfe der neuen Community für die Casual Gamer sollte das aber mit relativ wenig Aufwand möglich sein.

Neue Spiele – Klar, aber welche?

Einen Ausblick auf neue Spiele gab Gameloft leider nicht, so viel wollte man dann wohl doch noch nicht verraten. Lediglich die Ankündigung dass nach relativ vielen Spielen für die Core Gamer in 2011 in diesem Jahr der Schwerpunkt mehr auf den Casual Gamern liegt – dennoch dürfen sich auch die echten Zocker auf das eine oder andere Highlight freuen.

Bild: Gameloft

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