Mozilla hat heute eine neue Version des mobilen Browsers Firefox für Android veröffentlicht und blog-android.de durfte den neuen Feuerfuchs schon vorab ausprobieren. Unsere Eindrücke haben wir hier für euch festgehalten. Schon in der letzten Woche hatte Mozilla Großes für Android angekündigt, mehr aber noch nicht verraten.
Firefox hat es schwer auf Android-Geräten, denn die Konkurrenz ist groß und anders als bei den Desktop-Browsern kann sich von den mobilen Browsern keiner auf bereits gewonnenen Lorbeeren ausruhen, da sie ja alle verhältnismäßig neu sind. Mozilla hat sich für die neue Version des mobilen Firefox richtig ins Zeug gelegt.
Als erstes fällt natürlich die neue Oberfläche auf, die gründlich überarbeitet wurde. Das neue, native User Interface macht den Firefox deutlich schneller, sowohl beim Starten als auch bei den Ladezeiten. Gerade die deutlich kürzere Startzeit fällt auf, innerhalb eines Sekundenbruchteils hat man die geöffnete App vor sich. Hier bestätigen sich die Benchmarks, bei denen der neue Firefox sehr gut abgeschnitten hat auch in der Praxis. Außerdem soll sich der neue Firefox mit weniger Speicher zufriedengeben. Überarbeitet hat Mozilla auch die Startseite des Browsers, auf der nun die am häufigsten und die zuletzt besuchten Websites zu sehen sind. Die Anzahl der geöffneten Tabs wird in einer Ziffer neben der Adressleiste des Browsers angezeigt, mit einem Klick darauf öffnet sich ein Dropdown-Menü mit allen offenen Websites. Außerdem unterstützt die neue Version des mobilen Firefox jetzt auch Flash.
Ein Feature, das den Firefox besonders auszeichnet ist Firefox Sync. Wer den Browser auch in der Desktop-Version nutzt, der kann diese mit der mobilen Version synchronisieren. So hat man die Chronik, gespeicherte Passwörter, Lesezeichen und geöffnete Tabs auf allen Geräten synchron und man muss nicht lange suchen. Das bringt ein dickes Plus an Komfort mit sich. Ähnlich wie auch bei der Desktop-Version wird die Eingabe von URLs dank des sogenannten „Awesomescreen“ vereinfacht: Schon bei den ersten Buchstaben spuckt der mobile Firefox Vorschläge von häufig besuchten Seiten und Lesezeichen aus, sodass man nicht die komplette Web-Adresse ausschreiben muss, sondern nur den passenden Vorschlag antippen.
Ein wichtiger Punkt bei der Entwicklung des Firefox für Android war das Thema Sicherheit und Privatsphäre. Dafür sorgt unter anderem die Funktion Do Not Track, das heißt, dass Websites mitgeteilt wird, dass der Nutzer nicht verfolgt werden möchte, seine Spuren nicht aufgezeichnet werden. Außerdem kann der Nutzer ein Master-Passwort festlegen. Weiterhin wird die Sicherheit beim Surfen mit dem Firefox durch HTTP Strict Transport Security unterstützt. Auch für entwickler bringt die neue Version des Firefox Vorteile. Sie können dank der neuen HTML5-Funktionen des Firefox auf Basis von HTML5, JavaScript, CSS und anderen Web-Standards vielseitige Web-Apps und Websites entwickeln.
Wie man es von der Desktop-Version kennt unterstützt auch Firefox für Android zahlreiche Add-ons, mit denen sich der Browser individuell personalisieren lässt. Das gut 17 MB große Update kann kostenlos im Google Play Store heruntergeladen werden, Voraussetzung ist Android 2.2 oder höher.
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